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Wie die als Isolde international gefeierte dramatische Sopranistin, die nach ihren Wiener Auftritten als Sieglinde nun unweigerlich auf alle drei Brünnhilde-Partien im „Ring“ zusteuert (komplett erstmals in San Francisco 2011), mit den duftig-intimen Miniaturen von Berlioz' „Nuits d'été“ zurechtkommen würde, schien vorab im Zentrum des Interesses zu stehen. Die wahre Sensation des Abends wurde jedoch das Debüt des Schwedischen Kammerorchesters unter seinem Chefdirigenten Thomas Dausgaard.
Seit 15 Jahren besteht diese Formation – kaum mehr als drei Dutzend Musiker, die sich auf weitgehend modernem Instrumentarium (nur bei Beethoven durch Naturtrompeten ergänzt) – historisch informiert, mit unerhörter Verve für die Werke des 19. Jh. ebenso einsetzen wie für solche der Gegenwart. Gewiss wurden dort und da Grenzen in der Klangqualität hörbar. Doch die explosive Direktheit und rhythmische Prägnanz im transparenten Stimmengeflecht, die der glänzende Animator Dausgaard mit den Seinen erzielte, und das über alle, ohne Konditionsschwächen ausgeführten Wiederholungen hinweg, machte diese Siebente zum aufrüttelnden Erlebnis.







